Ausdruck lindert Druck

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Kunsttherapie

Leiden Sie an innerer Unruhe ? Haben Sie Ängste, Verspannungen oder eine depressive Stimmung ? Sind Sie schon länger unzufrieden mit Ihrer Lebenssituation, fühlen sich ausgebrannt oder ständig überfordert? Vielleicht haben Sie auch Schwierigkeiten sich selbst oder ihren Körper zu akzeptieren wie er ist. Oder Sie stecken in einer Situation fest, aus denen Sie alleine nicht heraus zu kommen scheinen. Auch bei Adipositas und Essstörungen kann es hilfreich sein, sich das, was sich hinter dieser Erkrankung verbirgt, mal genauer anzusehen. Vielleicht kommen Sie auch aus einer Reha zurück und wünschen sich Unterstützung um wieder ganz in Ihrem Leben anzukommen... Es gibt so viele Gründe, um kunsttherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen...

Als Kunsttherapeutin weiß ich aus meiner Erfahrung wie wohltuend Kunsttherapie von vielen Menschen empfunden wird. Ich nehme mir Zeit für Sie und höre Ihnen zu. Einfühlsam und wertschätzend begleite ich Sie beim Ausdruck ihrer inneren Bilder, unterstütze Sie bei Ihren Veränderungswünschen, begleite Sie achtsam beim Aufrichten in Würde oder beim Entfalten Ihrer Persönlichkeit. Dabei öffne ich für Sie den Raum für das Erleben und den Malprozeß...

An künstlerischen Techniken steht Ihnen die ganze Bandbreite zur Verfügung: Malen, töpfern, modellieren, arbeiten mit Holz, Wolle, Stoff, Collagen, Fotos, Mixed Media ... Womit Sie arbeiten möchten entscheiden Sie.

 

Was ist Kunsttherapie?

"Kunsttherapie ist Psychotherapie mit künstlerischen Mitteln".

Unter Therapie kann sich wohl jeder etwas vorstellen. Sie gehen zu einem Therapeuten wenn Sie z.B. unter Depressionen, Angststörungen, chronischer Erschöpfung, psychosomatischen Erkrankungen o.ä. leiden. Der Therapeut wird mit seinen therapeutischen Verfahren alles dafür tun, dass es Ihnen im Laufe der Therapie besser geht. Die Kunsttherapie ist ein Verfahren das mit künstlerischen Mitteln arbeitet. Das Besondere an der Kunsttherapie ist dass neben der "normalen" Zweierbeziehung Patient/Therapeut noch ein Drittes dazu kommt - z.B. das gemalte Bild (es kann auch eine andere Art der Gestaltung sein, z.B. was getöpfertes). Darüber wird dann gemeinsam gesprochen und auch darüber, was man beim Malen (oder Gestalten) erlebt hat.

Mein Verständnis von Kunsttherapie (kursiver Text):

In der Kunsttherapie haben Sie die Möglichkeit, was Sie bedrückt, Ihre "inneren Bilder" zum Ausdruck zu bringen, sie sichtbar zu machen und mit therapeutischer Begleitung zu verändern. Es fällt vielen oft leichter zu malen als darüber zu sprechen, was sie belastet, seien es Ängste, Blockaden oder immer wieder kehrende, ungeliebte Verhaltensweisen. "Ich kann gar nicht malen" sagen viele. In der Kunsttherapie geht es nicht ums "Malen können", auch nicht darum am Ende ein fertiges "Kunstwerk" herzustellen. Es geht um den "MALPROZESS". Im Malprozeß können Sie Dinge ERLEBEN, die sie sonst nicht (mehr) erleben können, Sichtweisen VERÄNDERN, die Ihnen sonst nicht (mehr) zugänglich sind. Es ist wie ein "so tun als ob", ein Probehandeln von neuen Verhaltensweisen in belastenden Situationen. Dieses Probehandeln verändert die Nervenbahnen in Ihrem Gehirn. Sie können dann später, wenn es "darauf ankommt", auch im "richtigen Leben" anders handeln. Veränderungen geschehen in kleinen Schritten. Sie brauchen Zeit, Vertrauen und einen geschützten Raum, in dem Sie sich öffnen können. Ich lade Sie ein sich die Zeit zu nehmen und öffne für Sie den Raum mit meiner achtsamen therapeutischen Begleitung ...

"Wenn Worte fehlen sprechen Bilder"

Die Kunsttherapie ist eine sanfte und doch tief gehende Methode, um seelisches Leid zu lindern. Sie bedient sich dabei der "inneren Bilder". Der Sprache des Unterbewußten. Durch den Ausdruck in der Kunsttherapie können sie sichtbar gemacht werden. Sichtbar gemacht dürfen sie sich verändern, der Leidensdruck kann dadurch gelindert werden. Durch den spielerischen Umgang mit dem künstlerischen Medium gelingt der Zugang zu seelischen Prozessen auch Menschen, die für ihr Leid keine Worte finden, leichter...

Worin liegt der Unterschied zur künstlerischen Gestaltung?

Kunsttherapie unterscheidet sich von "normalem" künstlerischen Gestalten durch die therapeutische Begleitung und die Absicht etwas (an sich) zu verändern. Die künstlerischen Mittel und die therapeutische Begleitung sind dabei ein "Werkzeug", mit denen Sie dieses Ziel erreichen können.

Verschiedene Formen der Kunsttherapie:

Kunsttherapie kann sowohl "ressourcenstärkend" wie auch "aufdeckend" sein. Ressourcenstärkend heißt, es wird gestärkt was an persönlichen Stärken und Ressourcen vorhanden ist. Dadurch können sich Ihre Ressourcen vergrößern, Sie werden stärker und stabiler, was sich auf alle Bereiche Ihres Seins auswirkt.

Aufdeckende Kunsttherapie bedeutet, dass man an tiefer liegenden (unbewußten) Konflikten arbeitet und sie dabei anspricht und aufdeckt. Durch das Aufdecken können sie sich verändern und dürfen sich heilend auflösen. Dabei geht der Therapeut sehr behutsam vor. Es wird erst dann aufdeckend gearbeitet, wenn ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Klient und Therapeut entstanden ist und der Klient mit dem Aufdecken von tiefer liegenden Konflikten einverstanden ist.

Kunsttherapie als Einzel- oder Gruppentherapie:

Kunsttherapie kann ebenso als Einzeltherapie wie auch als Gruppentherapie stattfinden. Bei der Einzeltherapie hat der Klient die Möglichkeit ganz individuell und in seinem eigenen Tempo mit dem Therapeuten an seinen Themen oder Zielen zu arbeiten. In der Gruppe wird Kunsttherapie eher ressourcenstärkend eingesetzt. Es werden z.B. vom Therapeuten Themen vorgegeben oder jeder gestaltet etwas zu seinen eigenen Themen. Die Werke werden anschließend in der Gruppe oder einzeln besprochen, dabei gibt jeder nur das von sich preis, was er erzählen möchte. Die Ergebnisse kann der Klient in der Einzeltherapie weiter bearbeiten und detaillierter besprechen.

Sowohl in der Einzel- wie auch in der Gruppentherapie arbeitet der Klient mit dem Therapeut im "geschützten Raum", d.h. alles, was in der Therapie besprochen wird unterliegt der Schweigepflicht und wird nicht nach aussen getragen.
(C. Dedden)

 

Teilnehmerarbeiten aus dem kunsttherapeutischen Nana-Workshop "Ich schütze mich"

Woher kommt die Kunsttherapie?

Die Kunsttherapie ist eine relativ junge, sich von Impulsen aus den USA und Europa aus der Mitte des 20. Jahrhunderts herleitende Künstlerische Therapie. In der Kunsttherapie wird hauptsächlich mit Medien der bildenden Kunst gearbeitet. Dazu zählen malerische oder zeichnerische Medien, plastisches Gestalten (Skulpturen) oder auch Fotografien. Durch sie können Patienten unter therapeutischer Begleitung innere und äußere Bilder ausdrücken, ihre kreativen Fähigkeiten entwickeln und ihre sinnliche Wahrnehmung ausbilden

Wo wird Kunsttherapie eingesetzt?

Die Kunsttherapie wird in klinischen, pädagogischen, heilpädagogischen oder soziokulturellen Bereichen ausgeübt, also z. B. in Krankenhäusern, Schulen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Museen, Gefängnissen, Altenheimen, in der Suchthilfe, in der Beratung, im Coaching, in der Supervision, in der Erwachsenenbildung und in freier beratender und therapeutischer Praxis.

Worin unterscheidet sich Kunsttherapie von anderen Psychotherapieformen?

Die Kunsttherapie unterscheidet sich von anderen Psychotherapieformen dadurch, dass zwischen Patient und Therapeut noch ein künstlerische Medium (z.B. das gemalte Bild) hinzukommt. Daraus ergibt sich ein Beziehungsdreieck: Klient – Therapeut – Medium (Werk), das auch als kunsttherapeutische Triade bezeichnet wird.[32] Damit spielen für die kunsttherapeutische Praxis drei Ebenen und ihre Beziehung zueinander eine Rolle:

1. Das künstlerische Gestalten am Werk

2. Die Beziehung zwischen Therapeut und Patient

3. Die Betrachtung des Werkes und seine Wirkung.[33] 

(Quelle: Vgl. Wikipedia)

Durch das Hinzukommen des Werkes fällt es vielen Klienten leichter über sich zu sprechen als bei der reinen "Zweierbeziehung" Therapeut-Klient. Das Werk dient sozusagen als "Unterstützung" des Klienten beim therapeutischen Prozess.

Das Werk wird zusammen mit dem Therapeuten nicht nur betrachtet, sondern auch besprochen. Dabei vermeidet der Therapeut das Werk zu deuten oder zu bewerten. Dem Klienten wird durch das wertfreie Feedback des Therapeuten ermöglicht zu eigenen Lösungen zu finden. (CD)